Diese Terrassen sind nicht nur einfach ein "Flachmachen" der Hänge, um auf dem ebenen Boden besser und einfacher Ackerbau zu betreiben, sondern sie sind Teil eines ungeheuer ausgefeilten Bewässerungssystems, das das Wasser der Flüsse über die gesamte Anbaufläche verteilt.
Der Cruz del Condor ist ein Aussichtspunkt, von dem man einen guten Einblick in das tiefe Tal und die umgebenden Felsenwände hat. Natürlich zückten beim Anblick des Kondors alle ihre Kameras, aber wenn man keine Spiegelreflex-Kamera mit mindestens 300mm-Objektiv dabei hat, dann sollte man sich wohl besser darauf beschränken, diesen tollen Anblick zu geniessen.
Auch Adler gab es zu sehen. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle angemerkt, dass auf diesem Ausflug ausserdem noch Kolibris und Störche zu sehen sind. Der Colca Cañón ist eine Schlucht bei Chivay in Peru, in der Nähe (ca. 100 km) von Geheimnisvolle Felsmalereien und Höhlen, in denen einst die sog. "Colcas", Behälter für die Lagerung von Getreide, aufbewahrt wurden, zeugen von der Vergangenheit der Collagua Kultur; der ursprünglichen Bewohner der Region. Der Cañon bietet eine atemberaubende Landschaft und man hat grosse Chancen vom Rand des Cañons aus einen Kondor zu sehen.
Von unten kann man den Cañon entweder in einer Riverrafting-Tour bewundern oder man entscheidet sich zu einer Wandertour. Die oberen Hänge des Cañons sind vielfach von menschlicher Hand zu Terrassen strukturiert, viele davon schon mehrere hundert Jahre alt, die die heutigen Bewohner für ihre effiziente Landbebauung verwenden. Diese Terrassenstrukturen gaben dem Gebirgszug der Anden seinen Namen. |